Sixt erreicht 2008 erneut Umsatzrekord

 

•    Operativer Konzernumsatz steigt um 10,6 % auf 1,53 Mrd. Euro
•    Wachstum in Autovermietung und Leasing über Marktdurchschnitt
•    Marktführerschaft in der Autovermietung in Deutschland nochmals ausgebaut
•    Ergebnisentwicklung von hohen Fuhrpark- und Finanzierungskosten beeinflusst;
      EBIT bei 154,9 Mio. Euro, EBT bei 86,7 Mio. Euro
•    Dividende von 0,80 Euro je Stammaktie und 0,82 Euro je Vorzugsaktie geplant
•    Trotz großer Marktunsicherheiten für 2009 deutlich positives Ergebnis angestrebt


Pullach, 19. März 2009 – Der Sixt-Konzern hat 2008 trotz eines zunehmend schwierigen Marktumfelds das Ziel erreicht, einen weiteren Umsatzrekord aufzustellen. Der Mobilitätsdienstleister steigerte den operativen Konzernumsatz aus Vermiet- und Leasinggeschäften um 10,6 %. Das ist das fünfte Wachstumsjahr in Folge. Beide Geschäftsbereiche Autovermietung und Leasing erreichten dabei Zuwächse über dem Marktdurchschnitt. Die Ertragslage des Konzerns war, wie bereits bekannt gegeben, durch hohe Fuhrparkkosten und Finanzierungskosten beeinflusst und lag unter den ursprünglichen Erwartungen.

Sixt gibt heute die Eckdaten des Jahresabschlusses 2008 auf der Jahrespressekonferenz bekannt.

Für das vergangene Geschäftsjahr schlägt der Vorstand – vorbehaltlich der Zustimmung durch den Aufsichtsrat - eine Dividende von 0,80 Euro je Stammaktie (Vorjahr: 1,18 Euro) und von 0,82 Euro je Vorzugsaktie (Vorjahr: 1,20 Euro) vor. Dieser Vorschlag steht im Einklang mit der ertragsabhängigen Dividendenpolitik der Sixt AG und entspricht mit rund einem Drittel des Konzernergebnisses der Ausschüttungsquote des Vorjahres. Im Falle der Zustimmung durch die Hauptversammlung kämen 20,4 Mio. Euro zur Ausschüttung (Vorjahr: 29,7 Mio. Euro).

Erich Sixt, Vorstandsvorsitzender der Sixt AG:
„Sixt hat 2008 den Abstand zum Wettbewerb weiter ausgebaut. Beim Umsatz haben wir den Markt klar geschlagen. Die Ertragsentwicklung bewerten wir als zufriedenstellend, wenn man das vor allem im zweiten Halbjahr deutlich schlechtere Marktumfeld berücksichtigt. Für das Jahr 2009 ist angesichts von Konjunkturabschwung und Finanzkrise eine vorsichtige Planung das Gebot der Stunde. Zu Pessimismus besteht jedoch kein Anlass, denn wir wissen, dass sich die traditionellen Sixt-Stärken wie effiziente Flottensteuerung, finanzielle Solidität und Innovationskultur gerade in diesem Marktumfeld als Vorteile erweisen werden.“

Umsatz- und Ergebnisentwicklung 2008 Konzern

•    Der operative Konzernumsatz aus Vermiet- und Leasinggeschäften (ohne Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Leasingfahrzeuge), der die Geschäftsentwicklung am besten widerspiegelt, stieg von 1,38 Mrd. Euro um 10,6 % auf den Rekordwert von 1,53 Mrd. Euro. Dabei lag allerdings die Umsatzdynamik im vierten Quartal konjunkturbedingt spürbar unter dem Wachstum der ersten neun Monate.

•    Der operative Auslandsumsatz wuchs um 16,9 % auf 339,6 Mio. Euro (2007: 290,5 Mio. Euro). Damit erhöhte sich der Auslandsanteil am operativen Konzernumsatz weiter von 21,0 % auf 22,2 %. Vor allem in Frankreich und Spanien wurden erfreuliche Zuwachsraten erzielt.

•    Der gesamte Konzernumsatz (einschließlich Umsatz aus dem Verkauf gebrauchter Leasingfahrzeuge) erhöhte sich von 1,57 Mrd. Euro um 13,1 % auf 1,77 Mrd. Euro.

•    Das Konzernergebnis vor Zinsen und Finanzergebnis (EBIT) blieb mit 154,9 Mio. Euro auf hohem Niveau, lag jedoch um 12,8 % unter dem Vorjahreswert von 177,7 Mio. Euro. Dabei wirkten sich höhere operative Kosten, vor allem für die vergrößerte Vermietflotte, aus. Der Kostenanstieg war zum einen wachstumsbedingt, zum anderen Folge des allgemeinen Anstiegs des Preisniveaus (z.B. für Reparaturen, Transporte, Treibstoffe oder Fahrzeugaufbereitungen).

•    Das Finanzergebnis fiel mit -68,2 Mio. Euro deutlich schlechter aus als im Jahr 2007 (-40,0 Mio. Euro). Das ist zum einen auf höhere Zinsaufwendungen zur Finanzierung der Vermiet- und Leasingflotten zurückzuführen, wobei die Finanzierungskosten infolge der sich verschärfenden Finanzkrise - vor allem im vierten Quartal – deutlich anzogen. Zum anderen fiel das Ergebnis aus der nach IFRS vorgeschriebenen Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente, die zu Sicherungszwecken eingesetzt werden, signifikant schlechter aus als im Vorjahr.

•    Das Ergebnis vor Steuern (EBT) belief sich auf 86,7 Mio. Euro nach 137,7 Mio. Euro im Vorjahr (-37,0 %).

•    Der Konzernüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter betrug 61,5 Mio. Euro nach 93,5 Mio. Euro im Vorjahr (-34,3 %)


Rekordinvestitionen und solide Eigenkapitalbasis


•    Die Bilanzsumme des Sixt-Konzerns erhöhte sich zum Stichtag 31. Dezember 2008 gegenüber dem gleichen Stichtag im Vorjahr um 20,6 % auf 2,47 Mrd. Euro, hauptsächlich aufgrund der Vergrößerung der Vermiet- und Leasingflotte, die zudem vermehrt bilanzwirksam finanziert wurde.

•    Das Eigenkapital konnte um 6,9 % auf 492,8 Mio. Euro gesteigert werden. Damit verfügte der Konzern über eine hohe Eigenkapitalquote von 20,0 % (31. Dezember 2007: 22,5 %), die  unverändert erheblich über dem Durchschnitt der deutschen Vermiet- und Leasingbranche liegt.

•    Mit knapp 3,6 Mrd. Euro erreichte der Wert der 2008 in die Vermiet- und Leasingflotte eingesteuerten Fahrzeuge einen Rekordwert (2007: ca. 3,2 Mrd. Euro).


Ausblick 2009


Vor dem Hintergrund der Situation an den Finanzmärkten und des weltweiten Konjunkturabschwungs rechnet Sixt im Jahr 2009 mit einer in etwa stabilen Nachfrage nach Mobilitätsdienstleistungen in den europäischen Kernländern, sofern sich das Marktumfeld nicht weiter verschlechtert.

Viele Unternehmen stellen derzeit ihre Mobilitätskosten auf den Prüfstand. Sixt wird diesen Umstand nutzen, dem Markt die Kostenvorteile von Vermietung und Leasing, nicht zuletzt gegenüber anderen Verkehrsträgern, durch gezielte Kommunikation zu vermitteln.

Sixt hat auf die Rahmenbedingungen mit einer selektiven Verkleinerung der Vermietflotte reagiert, sich aber bei den Liefervereinbarungen mit Herstellern und Händlern so flexibel aufgestellt, dass auf Veränderungen der Nachfrage zügig reagiert werden kann. Zudem wurden bereits bei Privatkunden in der Autovermietung und bei einem Teil der Leasingkunden die Preise angehoben. Ziel für 2009 bleibt eine Preisanpassung auch bei Geschäfts- und Firmenkunden.

Insgesamt geht der Vorstand derzeit davon aus, dass der Sixt-Konzern auch im laufenden Jahr ein deutlich positives EBT erzielen wird.


Informationen zu den Geschäftsbereichen


Autovermietung:
Der Geschäftsbereich steigerte 2008 den Vermietumsatz um
9,9 % auf 1,11 Mrd. Euro. Damit wurde das Wachstum des europäischen Marktes von geschätzt 3 bis 5 % deutlich übertroffen.
In Deutschland erhöhte sich bei einem Marktwachstum von 2 % der Sixt-Umsatz um 8,1 % auf 811,4 Mio. Euro. Damit baute Sixt die Position als klare Nummer eins im deutschen Markt auf einen Marktanteil von rund 30 % aus. An deutschen Flughäfen betrug der Marktanteil teilweise mehr als 40 %.

Sixt hat 2008 die Internationalisierung des Geschäfts fortgesetzt. Mit eigenen Stationen in Deutschland, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Großbritannien, Niederlande, Österreich, der Schweiz und Spanien deckt der Konzern bereits mehr als 70 % des europäischen Vermietmarktes ab. Darüber hinaus ist die Marke Sixt in mehr als 80 Ländern via Franchisepartner vertreten. Im Jahr 2008 wurden neue Franchiseverträge unter anderem in Kuwait, Südafrika und Syrien abgeschlossen. Besonders in den sich entwickelnden Mobilitätsmärkten Osteuropa, Asien und Südamerika sieht Sixt weiterhin sehr gute Wachstumschancen. Ende 2008 war der Konzern weltweit mit 1.879 Vermietstationen vertreten (inklusive Franchisenehmer; +195 Stationen gegenüber dem Vorjahresstichtag).

Das EBT des Geschäftsbereichs Autovermietung erreichte 76,7 Mio. Euro nach 123,2 Mio. Euro im Jahr 2007 (-37,7 %).


Leasing: Sixt Leasing zählt zu den führenden hersteller- und bankenunabhängigen Leasingunternehmen in Deutschland. Der Bestand an Leasingverträgen im In- und Ausland (inklusive Franchisenehmer) stieg bis Ende 2008 um 5,4 % auf 136.000. Der Sixt-eigene Vertragsbestand erreichte mit 65.100 in etwa das Vorjahresniveau.

Die Erlöse aus Leasinggeschäften konnten im Berichtsjahr um 12,3 % auf 419,8 Mio. Euro erhöht werden. Damit übertraf Sixt das Jahreswachstum im deutschen Mobilienleasing (+3,3 %) deutlich. Inklusive der zum Teil erheblichen Schwankungen unterliegenden Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Leasingfahrzeuge betrug der Gesamtumsatz 661,8 Mio. Euro, 18,7 % mehr im Vorjahr.
Die Ertragslage des Geschäftsbereichs war von erhöhten Finanzierungskosten infolge der Finanzkrise sowie von dem nochmals schwächeren Gebrauchtwagenmarkt geprägt. Während das EBIT um 9,4 % auf 38,3 Mio. Euro gesteigert wurde, lag das EBT mit 0,2 Mio. Euro deutlich unter Vorjahresniveau (11,9 Mio. Euro). Wegen der Mehrbelastungen werden seit Ende 2008 Konditionsanpassungen im Neugeschäft vorgenommen.


Weitere Informationen:
Frank Elsner
Frank Elsner Kommunikation für Unternehmen GmbH
Tel.: ++49 – (0) 54 04 - 91 92 0     
Fax: ++49 – (0) 54 04 - 91 92 29  
 

Der Sixt-Konzern auf einen Blick

(alle Angaben nach IFRS)


Umsatzentwicklung Konzern

In Mio. Euro

2008

2007

Veränd. %

 

 

 

 

Operativer Umsatz

1.526,9

1.380,8

+10,6

  davon Vermietung 

1.107,1

1.007,1

+9,9

  davon Leasing

419,8

373,7

+12,3

 

 

 

 

Umsatz Fahrzeugverkäufe Leasing

242,0

183,7

+31,7




 

Sonstiger Umsatz

5,0

4,3

+15,8

Konzernumsatz

1.773,9

1.568,8

+13,1

Ergebnisentwicklung Konzern

In Mio. Euro

2008

2007

Veränd. %

Aufwendungen für Fuhrpark und Leasinggegenstände

746,4

626,3

+19,2

Personalaufwand

129,4

110,3

+17,3

Abschreibungen

416,9

333,4

+25,0

Saldo sonst. betriebliche Erträge/Aufwendungen

-326,3

-321,1

-1,6

Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT)

154,9

177,7

-12,8

Finanzergebnis

-68,2

-40,0

-70,3

Ergebnis vor Steuern (EBT)

86,7

137,7

-37,0

Ertragsteuern

25,3

44,1

-42,7

Konzernüberschuss nach Minderheitenanteilen

61,5

93,5

-34,3

Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro)

- Stammaktie

- Vorzugsaktie

 

 

2,43

2,48

 

3,73

3,77

 

-34,8

-34,2

Weitere Kennzahlen des Konzerns

 

31.12.2008

31.12.2007

Veränd. %

 

 

 

 

Bilanzsumme (Mio. Euro)

2.469,3

2.047,0

+20,6

Vermietfahrzeuge (Mio. Euro)

1.057,6

915,8

+15,5

Leasingvermögen (Mio. Euro)

902,4

750,0

+20,3

Eigenkapital (Mio. Euro)

492,8

461,0

+6,9

Eigenkapitalquote (%)

20,0

22,5

-2,5 Punkte

 

 

 

 

 

2008

2007

 

 

 

 

 

Anzahl Mitarbeiter (Durchschnitt)

2.776

2.341

+18,6

Investitionen (Mrd. Euro) 1

3,6

3,2           

+12,5

1 Wert der in die Vermiet- und Leasingflotte eingesteuerten Fahrzeuge